| Keyboard |
Elektronische Tasteninstrumente wie Keyboards oder Synthesizer prägen heute mit ihren unbegrenzten Klangmöglichkeiten den Sound der Pop- und Rockmusik. Es gibt heute kaum eine Pop Produktion, bei der der Synthesizer nicht maßgeblich beteiligt oder wie momentan im Techno und Hip-Hop allein verwendetes Instrument ist. Eine Live-Band kann heute kaum noch auf Keyboards verzichten. Kurzum: Das Keyboard ist eines der am vielseitigsten anwendbaren modernen Musikinstrumente. So vielseitig wie die Einsatzgebiete muß sich daher auch ein guter Keyboardunterricht gestalten. Der Schüler sollte so viele Aspekte des Instrumentes wie möglich kennenlernen. Da sind zunächst die fundamentalen Dinge: > Noten- und Harmoniekenntnis > Koordinationstraining der Hände (voneinander unabhängiges Spiel der beide Hände) > Grundkenntnisse über Bedienung und Technik des Instrumentes All dies wird dem Schüler entweder im Gruppen- oder im Einzelunterricht anhand von geignetem und auf den Schüler abgestimmten Unterrichtsmaterial vermittelt. Dazu kommen die keyboardspezifischen Aspekte: > "Imitatives Spiel" Will man ein Stück z.B. mit einem Trompetensound spielen, so verlangt dieses eine völlig andere Spielweise als wenn man das selbe Stück mit einem Klavierklang spielen würde. Es muß z.B. beachtet werden, daß ein Trompeter einen Ton nicht beliebig lange anhalten kann. > "Zusammenspiel mit einem Rhythmusgerät" Der Rhythmuscomputer ergänzt die schon vorhandene Klangvielfalt des Instruments zum = EIN-MANN-ORCHESTER = - 4 - > "Sinnvoller Einsatz von Automationen" Wir wollen dem Schüler den Einstieg in die Musik über das Keyboard zwar so einfach wie möglich machen, dieses jedoch nicht auf Kosten einer Ausbildung, die ihm einen Überblick auf größere Zusammenhänge in der Musik verschafft. So werden Akkorde z.B. nicht als ein- oder zweitönige Verkürzungen, sondern vollständig mehrstimmig gespielt. Der Schüler kann so anhand der im Akkord vorkommenden Töne harmonische Zusammenhänge besser erfassen und diese z.B. beim Improvisieren und Komponieren eigener Stücke nutzen. > "Gebrauch von - Spielhilfen - " Im Gegensatz zum Klavier, bei dem der Ton nach dem Tastenanschlag nicht mehr beeinflußbar ist, läßt sich der Klang beim Keyboard auch nach dem Tastenanschlag fast beliebig sowohl in der Klangfarbe und Tonhöhe, als auch in der Lautstärke verändern. Dies geschieht entweder über die bauliche Besonderheit der Tastatur (Aftertouch), oder über Räder bzw. einen Joystick am Keyboard. Richtig angewand verhindern diese sog. Spielhilfen z.B., daß das Keyboard - wie häufig von Gegnern des Instruments zu vernehmen ist - steril und leblos klingt. > "Bearbeiten von Musiktiteln zum Solovortrag" Das Keyboard bietet aufgrund der schon erwähnten großen Klangvielfalt die Möglichkeit, Titel aus fast allen Musikepochen - von Klassik über Pop und Rock bis Jazz - stilecht in Sound und Spielart auch als Solo (d.h. als Einzeldarbietung) vorzutragen. > "Ensemblespiel im Gruppenunterricht" Trotz des verstärkten Einsatzes des Keyboarders als =ONE-MAN-BAND= oder =ALLEINUNTERHALTER= ist das Instrument auch hervorragend als Ensembleinstrument geeignet. Hierbei wird die Unterrichtsgruppe in verschiedene Band-Parteien eingeteilt; d.h. Bass, Akkorde, Melodie und eventuelle Begleitstimmen werden von den einzelnen Schülern gespielt. Dies bedeutet auch ein Abweichen vom klassischen - Heimkeyboardspiel (rechte Hand Melodie, linke Hand Begleitakkorde) hin, zum flexiblen Gebrauch des Instruments. Die Anforderungen an den Keyboarder haben sich in den letzten Jahren radikal verändert. Er ist nicht mehr nur ausführender Musiker sondern nunmehr auch zuständig für Arrangements, d.h. Bearbeitung von Musik für bestimmte Instrumente, Bühnen- und Studiotechnik (durch die sog. MIDI-Technik wird der Arbeitsplatz des Keyboarders zur Schaltzentrale für viele Funktionen in- nerhalb einer Band oder Aufnahmesession), und Klangprogrammierung (Synthesizer erlauben das produzieren völlig neuer, nie zuvor gehörter Klänge). Wir tragen dieser Entwicklung Rechnung, indem wir den Schüler in dieGrundlagen der Harmonielehre und Stilkunde einführen. Dies geschieht beim Spiel von bekannten oder extra für den Unterricht konzipierten Musiktiteln. Andererseits werden dem fortgeschrittenen Schüler grundsätzliche Probleme der MIDI-Technik sowie Klangsynthese verdeutlicht und erläutert.
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