| Posaune |
Die Posaune entwickelte sich aus der Familie der Trompeteninstrumente als eine selbständige Gattung fort. Die Geburtsstunde beginnt mit der ebenso einfachen wie genialen Erfindung des charakteristischen Zuges, der nunmehr erlaubte, ein Blechblasinstrument chromatisch bis in den Baß hinein zu spielen. Die artbildende Eigenschaft des Zuges blieb über fünf Jahrhunderte bis heute der Posaune erhalten und konnte auch nicht durch die zu Anfang des 19. Jahrhunderts erfundenen Dreh- und Pumpvetile verdrängt werden, durch die alle anderen Blechblaßinstrumente ihre chromatische Beweglichkeit erhielten. In der zeitgenössischen Musik nimmt die Posaune in einem weiter wachsenden Maße einen wichtigen Rang ein, auch als Soloinstrument. Eine sehr große Verbreitung hat die Posaune in Posaunenchören, Blaßorchestern, in der Tanz- und Jazzmusik. Der Bläser kann durch beliebige Variation der Lippenspannung und des Luftdrucks im Munde bestimmte Tonhöhen erzeugen. Die konkrete Tonhöhe unterliegt also dem Willen und den Fähigkeiten des Bläsers. Die spezifischen Schwierigkeiten auf der Posaune, die relative Schwerfälligkeit der Zugtechnik und die nicht fixierte Tonhöhe, die allerdings bei geschultem Gehör die Posaune anderen Instrumenten darin überlegen macht, erfordern eine besondere Sorgfalt und Geduld von Lehrer und Schüler. Ebenso wie die ständig zu korrigierende Haltung verdient auch die Schulung des Gehörs größte Beachtung. Es liegt an der Natur der Posaune, daß hier der Schüler mit den gleichen Problemen konfrontiert ist, wie jeder Schüler eines Streichinstrumentes. Erschwerend kommt noch hinzu, die richtigen Naturtöne zu "treffen". Wie ein Sänger sollte daher ein Posaunist seine Töne und vor allem seine "Einsätze" vorher "innerlich" hören.
Ihre Musikschule in Rheine |