| Trompete |
Die Trompete ist eines der vielseitigsten Instrumente unserer Zeit und findet in fast allen Bereichen der Musik Verwendung. So ist es auch zu erklären, daß sich viele junge Leute für dieses Instrument entscheiden. Doch wie sieht der Unterricht in diesem Fach aus? Sicher muß der Instrumentalunterricht individuell auf jeden Schüler/jede Schülerin ausgerichtet sein, doch treten gerade im Anfängerunterricht bei jedem Schüler/jeder Schülerin ähnliche Schwirigkeiten auf: Da ist zunächst einmal das Problem der Tonerzeugung als solches, denn anders als z.B. bei Tasteninstrumenten erscheint der gewünschte Ton nicht einfach "auf Knopfdruck" . Dem Schüler/der Schülerin muß also zunächst ein Gefühl dafür vermittelt werden, wie die Lippen mit der Atemluft in Schwingung versetzt werden. Im nächsten Schritt wird diese Schwingung dann auf das Mundstück übertragen. Der Schüler/die Schülerin lernt also anfangs die Tonerzeugung mit den Lippen und dem Mundstück. Später tritt dann die Trompete als Verstärker der durch die Lippen erzeugten Schwingung hinzu. Der nächste Schritt besteht nun darin, den Tonraum, der zu spielen gelernt wurde, auszubauen, d.h. in Halbtonschritten nach oben und unten zu erweitern. In dieser Phase ist es unerläßlich, daß der Lehrer/ dieLehrerin die Übungen für den Schüler selber schreibt, denn der Tonraum, von dem ausgegangen werden kann, ist jeweils individuel verschieden. Umfaßt der Tonraum ungefähr eine Oktave, so kann auf vorhandenes Unterrichtswerk zurückgegriffen werden. Nun lernt der Schüler/die Schülerin, auch verschiedene rhythmische Figuren auf der Trompete zu spielen und die verschiedenen Notenwerte zu unterscheiden. Neben den rhythmischen Übungen nimmt das Erlernen der richtigen Atemtechnik und einer guten Tonqualität einen wichtigen Platz in der Ausbildung ein. Hierzu verwendet man kleinere, bekannte Lieder, geht dann über melodische Übungen hin zu ganzen, längeren Etüden, in denen gleichzeitg Tonqualität und Technik gelernt werden können. In einer weiteren Lernphase gelangt man dann auch zu anderen Anstoßarten, wie z.B. der Doppel- und Triolenzunge. Auch sollten rhythmisch schwierige Bereiche, wie z.B. das Spielen von Synkopen, erlernt werden. Das weitere Aufbauen des Ansatzes sowie die Kraft beim Spielen dürfen dabei nicht vernachlässigt werden, so daß der Schüler/die Schülerin auch irgendwann einmal in der Lage ist, schwierige Konzertstücke zu meistern.
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